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24. Februar 2026
Ein gerechter Frieden ist nicht in Sicht
pixabay / David Peterson
Foto: pixabay / David Peterson

Russland annektierte die Krim-Insel vor 12 Jahren. Am heutigen Tag vor vier Jahren, dem 24. Februar 2022, versuchten russische Truppen die Hauptstadt Kiew einzunehmen. Seither dauert der Krieg an und ein gerechter Frieden ist nicht in Sicht. Im Beitrag hören wir die in Bern lebende Journalistin Svitlana Prokopchuk. Sie blickt auf die letzten vier Jahre zurück und teilt ihre Einschätzung der aktuellen Entwicklungen in der Ukraine, sowie der indirekten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine unter dem Druck der USA.

Zu Wort kommt auch Beat Gerber von Amnesty International Schweiz. Die Organisation recherchiert und dokumentiert Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Kriegsgefangenen und an der Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten. Zudem ordnet er ein, was Gebietsabtretungen für den Frieden in der Region bedeuten.

Im Stück «Durch die Haut» der ukrainischen Dramaturgin Natalia Blok zeigt sich eine Epidemie als Camouflage-Flecken auf der menschlichen Haut. In der Geschichte von 2017 stellen die Flecken das kollektive Trauma dar, das der Krieg in der Ukraine hinterlässt. Im Stück tritt Frieden an Stelle des Kriegs, und die Flecken verschwinden. Doch mit der Erinnerung an den Krieg, oder an die Zeit vor dem Krieg erscheinen die Flecken wieder. Ein Auszug des Stücks war gestern Abend als szenische Lesung in der Vidmarhalle zu sehen. Studierende des Instituts für Theaterwissenschaften der Universität Bern zeigten es neben anderen zeitgenössischen Stücken aus Osteuropa im Rahmen der Reihe «Dramatik als Widerstand». Zu Beginn des Beitrags hören wir einige kurze Ausschnitte davon.

Am Samstag findet in Bern eine Solidaritätskundgebung mit der Ukraine statt.

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